Besuch des Int. Seegerichtshofes in Hamburg

24.02.2026

Nach längeren Bemühungen war es der Senioren Union OV Rellingen gelungen, beim Int. Seegerichtshof einen Besichtigungstermin am 02.10.2025 für bis zu 35 Teilnehmer zu bekommen. Da sich nicht genug Rellinger gemeldet hatten, wurden auch einige Mitglieder der OV Halstenbek mitgenommen. Wir haben die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigt. D.h.: Von Rellingen mit dem 185erBus, ab Halstenbek mit der S-Bahn bis Altona und von dort weiter mit dem 112er Bus Richtung Blankenese.


Trotz verschiedener Zustiegsmöglichkeiten erreichten wir vollzählig bei herrlichem Herbstwetter den Seegerichtshof rechtzeitig. Nach der Empfangskontrolle nahm uns die Pressereferentin Frau Ritter in Empfang und erläuterte uns zunächst die Aufgaben und Zusammensetzung des Seegerichtshofes, der einzigen Uno-Einrichtung in Deutschland. Das war für alle ein vollkommen unbekanntes Thema, aber sehr interessant. Anschließend führte Frau Ritter uns durch das überaus beeindruckende Gebäude, das von einer deutschen Architektin entworfen wurde. Es ist neben der alten Schröder Villa auf dem wunderschönen Parkgrundstück an der Elbchaussee errichtet und im Jahr 2007 seiner Bestimmung übergeben worden. Anhand eines Modells erklärte Frau Ritter die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes. Im riesigen Gerichtssaal mit 250 Besucherplätzen schilderte Frau Ritter den Verfahrensablauf, bei dem neben 21 Richtern aus allen Kontinenten viele Anwälte, Staatsvertreter und Übersetzer anwesend sind. Die Amtssprache ist Englisch oder Französisch, im aktuellen Fall wird aber der gesamte Schriftverkehr sowie die Verhandlung auch ins Spanische übersetzt. Nach einem Gruppenfoto vor dem Gerichtssaal verließen wir nach gut 90 Minuten das Areal des Seegerichtshofes und marschierten zur Bushaltestelle. Der Bus brachte uns nach Teufelsbrück. Von dort fuhren wir mit der Hafenfähre nach Finkenwerder, wo wir uns mit einem Mittagsimbiss oder Fischbrötchen stärken konnten.

Das wunderschöne Herbstwetter machte diese Unternehmung zu einem Genuss. Die Rückfahrt war mit der Hafenfähre zu den Landungsbrücken und von dort mit der S-Bahn nach Halstenbek geplant. Leider schafften wir es dieses Mal nicht gemeinsam die Fähre zu erreichen. Eine Teilnehmerin fuhr versehentlich vorweg und drei andere Teilnehmer hatten die Gruppe zeitlich verpasst. Doch letztendlich sind alle gesund und munter wieder zu Hause angekommen.